Chiropraktik in Braunschweig: Ablauf, Qualifikation und Sicherheit

Roberto Beyer im Beratungsgespräch in seiner Praxis für Chiropraktik in Braunschweig

Chiropraktik in Braunschweig wird vor allem bei Beschwerden des Bewegungsapparats nachgefragt, beispielsweise bei Rücken- oder Nackenschmerzen. Ob eine chiropraktische Behandlung im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von der Ursache, der Untersuchung, möglichen Risiken und den persönlichen Zielen ab. Eine nachvollziehbare Ausbildung des Behandlers ist deshalb ebenso wichtig wie eine ehrliche Aufklärung über Möglichkeiten und Grenzen.

Dieser Ratgeber erklärt, was Chiropraktik bedeutet, worin sich Chiropraktiker, Chiropraktoren und Chirotherapeuten unterscheiden und wie ein Termin in der Fachpraxis Beyer abläuft. Außerdem erfahren Sie, was die Forschung sagt, welche Kosten entstehen können und bei welchen Warnzeichen zuerst ärztliche Hilfe notwendig ist.

Was ist Chiropraktik?

Chiropraktik umfasst manuelle Untersuchungs- und Behandlungstechniken, die vor allem am Muskel-Skelett-System eingesetzt werden. Im Mittelpunkt stehen Gelenke, Wirbelsäule, Muskeln und deren Zusammenspiel mit Bewegung und Belastung.

Zu den möglichen Verfahren gehören langsame Mobilisationen, Weichteiltechniken und kurze, gezielte Impulse an einem Gelenk. Ein hörbares Knacken kann dabei durch eine Druckveränderung im Gelenk entstehen. Es ist weder Voraussetzung für eine wirksame Behandlung noch ein Beweis dafür, dass ein Wirbel „wieder an seinem Platz“ ist.

Moderne Chiropraktik sollte sich nicht auf passive Handgriffe beschränken. Aufklärung, aktive Übungen, Belastungssteuerung und die schrittweise Rückkehr zu Alltag, Arbeit oder Sport sind häufig ebenso wichtig. Die Behandlung soll sich am konkreten Befund orientieren und nicht an der Vorstellung, jede Beschwerde werde durch eine vermeintliche Fehlstellung der Wirbelsäule verursacht.

Chiropraktiker, Chiropraktor und Chirotherapeut: Was ist der Unterschied?

Die ähnlich klingenden Begriffe stehen in Deutschland nicht automatisch für denselben Ausbildungsweg. Für Patienten ist daher die konkrete Qualifikation wichtiger als die Bezeichnung auf einem Praxisschild.

Begriff Typische Verwendung in Deutschland Was Patienten prüfen sollten
Chiropraktiker Häufig verwendete Bezeichnung für Personen, die chiropraktische Verfahren anbieten. Umfang und Dauer der zusätzlichen Ausbildung können unterschiedlich sein. Liegt eine ärztliche Approbation oder Heilpraktikererlaubnis vor? Welche chiropraktische Ausbildung wurde absolviert?
Chiropraktor Wird häufig von Absolventinnen und Absolventen eines umfangreichen Hochschulstudiums der Chiropraktik verwendet. Die Bezeichnung allein ersetzt in Deutschland nicht die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde. An welcher Hochschule wurde studiert? Welcher Abschluss wurde erworben? Besteht zusätzlich die erforderliche deutsche Berufserlaubnis?
Chirotherapeut / Manuelle Medizin Ärztliche Zusatzbezeichnung. Nach der Muster-Weiterbildungsordnung setzt sie eine ärztliche Facharztanerkennung und eine geregelte Zusatzweiterbildung voraus; rechtsverbindlich ist die Ordnung der jeweiligen Landesärztekammer. Welche Facharztqualifikation und Zusatzbezeichnung liegen vor?

Wer in Deutschland eigenständig Krankheiten feststellen, behandeln oder lindern möchte, benötigt grundsätzlich eine ärztliche Approbation oder eine Erlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz. Eine ausländische chiropraktische Hochschulausbildung kann ein wichtiges Qualitätsmerkmal sein, ersetzt diese deutsche Berufserlaubnis aber nicht automatisch.

Gute Fragen vor dem ersten Termin sind:

  • Wo und wie lange haben Sie Chiropraktik gelernt?
  • Welchen akademischen oder beruflichen Abschluss haben Sie erworben?
  • Sind Sie Arzt beziehungsweise Ärztin oder besitzen Sie eine Heilpraktikererlaubnis?
  • Wie untersuchen Sie mögliche neurologische oder orthopädische Warnzeichen?
  • Welche Behandlungsalternativen gibt es?
  • Wann empfehlen Sie eine ärztliche oder bildgebende Abklärung?

Bei welchen Beschwerden wird Chiropraktik häufig nachgefragt?

Chiropraktische Verfahren werden besonders häufig bei Muskel-, Gelenk- und Wirbelsäulenbeschwerden nachgefragt. Das bedeutet nicht, dass jede dieser Beschwerden manuell behandelt werden sollte oder dass Chiropraktik für alle Ursachen gleich gut untersucht ist.

Rücken- und Kreuzschmerzen

Bei unspezifischen Rückenbeschwerden können manuelle Verfahren bei ausgewählten Menschen kurzfristig Schmerzen und Beweglichkeit beeinflussen. Leitlinien ordnen sie jedoch als Bestandteil eines umfassenderen Konzepts ein. Bewegung, verständliche Beratung, Selbstmanagement und Übungen bleiben zentrale Elemente.

Mehr zur Einordnung finden Sie im Beitrag Akute Rückenschmerzen in Braunschweig.

Ischias und Bandscheibenbeschwerden

Ein Schmerz, der vom Rücken oder Gesäß in das Bein zieht, kann auf eine gereizte Nervenwurzel hindeuten. Vor einer manuellen Behandlung müssen Kraft, Gefühl, Reflexe und mögliche Warnzeichen geprüft werden. Bei zunehmender Schwäche, Taubheit im Schritt oder Störungen von Blase und Darm ist keine reguläre chiropraktische Behandlung angezeigt, sondern eine sofortige medizinische Abklärung.

Ausführliche Informationen bieten die Beiträge Ischias in Braunschweig und Bandscheibenvorfall-Behandlung in Braunschweig.

Nackenschmerzen und bestimmte Kopfschmerzen

Bei unspezifischen Nackenschmerzen können Mobilisation, Übungen und andere konservative Maßnahmen erwogen werden. Die durchschnittlichen Effekte manueller Verfahren sind nach aktueller Studienlage eher klein und die Evidenz ist teilweise unsicher. Besonders bei Techniken an der Halswirbelsäule gehören Nutzen, Alternativen und seltene ernste Risiken in das Aufklärungsgespräch.

Plötzlich auftretende stärkste Kopfschmerzen, Sprach- oder Sehstörungen, Lähmungserscheinungen, Gesichtslähmung, schwere Gangunsicherheit oder Bewusstseinsstörungen sind keine gewöhnlichen Nackenbeschwerden. Sie erfordern sofortige medizinische Hilfe. Weitere Informationen finden Sie im Beitrag Kopfschmerzen in Braunschweig.

Schulter-, Kiefer- und andere Gelenkbeschwerden

Schulter- oder Kieferbeschwerden können durch viele unterschiedliche Faktoren entstehen. Eine Untersuchung kann einbeziehen, wie Schulter, Brustwirbelsäule, Hals, Kiefer und Belastungen zusammenwirken. Manuelle Techniken können eine aktive Behandlung ergänzen, reparieren aber beispielsweise keine gerissene Sehne und ersetzen keine notwendige zahnärztliche, orthopädische oder bildgebende Diagnostik.

Vertiefende Informationen finden Sie in den Beiträgen Schulterschmerzen in Braunschweig und CMD, Kieferknacken und Zähneknirschen.

So läuft ein Termin für Chiropraktik in Braunschweig ab

Ein seriöser Termin beginnt nicht mit einem automatischen „Einrenken“, sondern mit einem Gespräch, einer Untersuchung und einer gemeinsamen Entscheidung. Eine Behandlung ist nur eine mögliche Konsequenz des Befunds.

1. Anamnese

Zunächst geht es um Beginn, Verlauf und genaue Ausbreitung der Beschwerden. Wichtig sind außerdem frühere Erkrankungen und Operationen, Medikamente, Unfälle, berufliche oder sportliche Belastungen, vorhandene Befunde und persönliche Ziele.

2. Körperliche Untersuchung

Je nach Beschwerdebild werden Beweglichkeit, Kraft, Gefühl, Reflexe, Gelenkfunktion und belastungsabhängige Reaktionen untersucht. Neurologische und orthopädische Tests helfen zu beurteilen, ob eine konservative Behandlung vertretbar ist oder eine weitere medizinische Diagnostik benötigt wird.

3. Verständliche Aufklärung

Nach der Untersuchung sollten Sie erfahren, welche Ursachen plausibel sind, welche Unsicherheiten bestehen und welche Möglichkeiten infrage kommen. Dazu gehören auch der erwartbare Verlauf, Behandlungsalternativen, mögliche Nebenwirkungen und die Frage, woran ein Fortschritt gemessen werden soll.

4. Individuelle Entscheidung

Wenn keine Gegenanzeigen bestehen, können Mobilisationen, chiropraktische Impulse oder Weichteiltechniken eingesetzt werden. Nicht jede Person benötigt dieselbe Technik. Manchmal sind Beratung, Übungen, eine Belastungsanpassung oder die Überweisung zu einer anderen Fachrichtung sinnvoller.

5. Aktiver Behandlungsplan

Ziel sollte nicht eine dauerhafte Abhängigkeit von passiver Behandlung sein. Ein nachvollziehbarer Plan verbindet, soweit passend, kurzfristige Symptomlinderung mit Bewegung, Übungen und einer schrittweisen Rückkehr in den Alltag.

Vorhandene Arztberichte oder Bildaufnahmen können Sie zum Termin mitbringen. Ein neues Röntgenbild oder MRT ist jedoch nicht automatisch erforderlich. Bildgebung ist vor allem dann sinnvoll, wenn sie eine konkrete diagnostische Frage beantwortet oder die weitere Behandlung voraussichtlich verändert.

Ist Chiropraktik sicher?

Chiropraktische Behandlung wird häufig gut vertragen, ist aber nicht frei von Risiken. Vorübergehend können beispielsweise Muskelkater, lokale Schmerzen, Steifigkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Schwindel auftreten.

Schwere Komplikationen sind selten, lassen sich aber nicht vollständig ausschließen. Das gilt besonders für Manipulationen an der Halswirbelsäule. Randomisierte Studien sind zu klein, um sehr seltene schwere Ereignisse zuverlässig zu erfassen. Deshalb sind eine sorgfältige Anamnese, die Prüfung möglicher Gegenanzeigen, transparente Aufklärung und eine individuell angemessene Technikwahl wichtig.

Im Zweifel können sanftere Mobilisationen, Übungen oder andere Behandlungswege gewählt werden. Mehr zur Sicherheit lesen Sie im Beitrag Achtung Chiropraktik!.

Warnzeichen: Wann Sie nicht auf einen regulären Praxistermin warten sollten

Wählen Sie bei lebensbedrohlichen Beschwerden 112. Dazu zählen beispielsweise Schlaganfallzeichen, Bewusstseinsstörungen, Brustschmerz oder Atemnot. Auch eine neue schwere Lähmung, eine Blasen- oder Darmstörung sowie Taubheit im Schritt müssen sofort medizinisch abgeklärt werden. Bei dringenden, aber nicht lebensbedrohlichen Beschwerden außerhalb der üblichen Sprechzeiten erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117.

Zeitnah ärztlich abgeklärt werden sollten außerdem starke Schmerzen nach einem Unfall, Frakturverdacht, Fieber mit starken Schmerzen, ungeklärter Gewichtsverlust, bekannte Tumor- oder Infektionserkrankungen sowie neu auftretende oder rasch zunehmende neurologische Symptome.

Was sagt die Wissenschaft zur Chiropraktik?

Die Forschung bewertet nicht „die Chiropraktik“ als einheitliches Gesamtpaket. Untersucht werden konkrete Verfahren bei konkreten Beschwerden, etwa Manipulation oder Mobilisation bei unspezifischen Rücken- oder Nackenschmerzen.

Die Weltgesundheitsorganisation nennt spinale Manipulation als eine von mehreren nicht operativen Möglichkeiten bei chronischen primären Kreuzschmerzen. Gleichzeitig betont die Leitlinie eine ganzheitliche, personenzentrierte und kombinierte Versorgung. Die britische NICE-Leitlinie empfiehlt manuelle Therapie bei Rückenschmerzen mit oder ohne Ischias nur innerhalb eines Behandlungspakets mit Bewegung – gegebenenfalls ergänzt durch psychologische Verfahren.

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen ordnet passive Verfahren bei chronischen Rückenschmerzen höchstens als mögliche Ergänzung zu aktiven Behandlungen ein. Bei unspezifischen Nackenschmerzen beschreibt es geringe bis keine durchschnittlichen Effekte von Mobilisation und Manipulation und weist auf vorübergehende Beschwerden sowie seltene ernste Komplikationen hin.

Für Patienten ergibt sich daraus eine nüchterne Schlussfolgerung: Manuelle Behandlung kann je nach Beschwerde und Befund ein Baustein sein. Sie sollte aber weder als universelle Lösung noch losgelöst von Bewegung, Selbstmanagement, Verlaufskontrolle und notwendiger medizinischer Abklärung angeboten werden.

Chiropraktik und Osteopathie: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Chiropraktik und Osteopathie verwenden beide manuelle Untersuchungs- und Behandlungstechniken. Ausbildung, theoretische Konzepte und Schwerpunktsetzung können sich jedoch unterscheiden.

Chiropraktik richtet sich häufig besonders auf Gelenkfunktion, Wirbelsäule und das neuromuskuloskelettale System. Osteopathische Ausbildungen beziehen je nach Schule zusätzlich breitere körperliche Zusammenhänge und verschiedene manuelle Konzepte ein. Beide Begriffe sagen allein noch wenig über Ausbildungsdauer, Berufserlaubnis oder wissenschaftliche Arbeitsweise aus.

Entscheidend ist deshalb nicht, welches Etikett eine Technik trägt, sondern ob sie zum Befund passt, verständlich erklärt wird und in ein sinnvolles Behandlungskonzept eingebettet ist. Grundlagen erläutert der Beitrag Was ist Osteopathie?.

Ausbildung und Erfahrung von Roberto Beyer

Roberto Beyer ist Heilpraktiker und absolvierte ein Vollzeitstudium zum Master of Chiropractic am damaligen Anglo-European College of Chiropractic (AECC) in Bournemouth, England. Die traditionsreiche Einrichtung wurde später zum AECC University College und trägt seit 2024 den Namen Health Sciences University.

Zusätzlich absolvierte er an der National University of Medical Sciences (NUMSS) in Spanien ein Programm in manueller Osteopathie. Die verliehene Abschlussbezeichnung wird hier als D.O. (NUMSS, Spanien; kein Dr.-Titel) angegeben. Sie wird ausdrücklich nicht als deutscher akademischer Doktorgrad oder als ärztliche Berufsbezeichnung dargestellt. Er verfügt nach Angaben der Fachpraxis über 15 Jahre Berufserfahrung in Chiropraktik und Osteopathie und ist Dozent für Chiropraktik am Health Campus Braunschweig. Der Health Campus kooperiert bei den chiropraktischen Studienangeboten mit der Hochschule Fresenius; die Lehre des Masterstudiengangs Chiropraktik findet laut Hochschule am Health Campus Braunschweig statt.

Diese Qualifikationen sollen eine nachvollziehbare fachliche Grundlage zeigen. Sie sind jedoch keine Garantie für ein bestimmtes Behandlungsergebnis. Auch bei umfassender Ausbildung müssen Untersuchung, Indikation, Aufklärung und Behandlungsentscheidung immer individuell erfolgen.

Was kostet Chiropraktik in Braunschweig?

Die Kosten hängen vom Zeitaufwand, der Untersuchung und den vereinbarten Leistungen ab. Da die Fachpraxis Beyer keine aktuell verifizierbare öffentliche Preisliste ausweist, sollte der konkrete Preis vor dem Termin direkt erfragt werden.

Behandlungen durch Heilpraktiker sind in der gesetzlichen Krankenversicherung häufig Selbstzahlerleistungen. Manche Krankenkassen bieten freiwillige Satzungs- oder Zusatzleistungen an. Private Krankenversicherungen und Beihilfestellen können je nach Tarif einen Teil der Kosten übernehmen; eine Erstattung ist aber nicht garantiert.

Fragen Sie deshalb vorab:

  • Was kostet der Ersttermin und was ist darin enthalten?
  • Wie werden mögliche Folgetermine berechnet?
  • Erhalte ich eine nachvollziehbare Rechnung?
  • Welche Unterlagen benötigt meine Versicherung?
  • Welche Kosten bleiben voraussichtlich bei mir?

Woran erkennen Sie eine seriöse chiropraktische Praxis?

Eine seriöse Praxis macht Qualifikation, Vorgehen, Kosten und Behandlungsgrenzen nachvollziehbar. Sie verspricht keine Heilung und übt keinen Druck zu langen Terminserien aus.

Achten Sie insbesondere auf folgende Punkte:

  • Die berufliche Erlaubnis und chiropraktische Ausbildung sind transparent.
  • Vor der Behandlung finden Anamnese und körperliche Untersuchung statt.
  • Warnzeichen und Gegenanzeigen werden berücksichtigt.
  • Nutzen, Risiken und Alternativen werden verständlich erklärt.
  • Ihre Fragen und Präferenzen fließen in die Entscheidung ein.
  • Behandlungsziele sind konkret und überprüfbar.
  • Übungen und Selbstmanagement werden einbezogen, wenn sie sinnvoll sind.
  • Bei unklaren oder bedenklichen Befunden wird ärztlich weiterverwiesen.
  • Kosten und voraussichtlicher Umfang werden vorab besprochen.

Häufige Fragen zur Chiropraktik in Braunschweig

Was ist Chiropraktik?

Chiropraktik umfasst manuelle Verfahren zur Untersuchung und Behandlung vor allem von Beschwerden an Gelenken, Muskeln und Wirbelsäule. Dazu können Mobilisationen, gezielte Impulse, Weichteiltechniken, Beratung und Übungen gehören. Ob eine Technik geeignet ist, hängt von Diagnose, Untersuchung, möglichen Gegenanzeigen und Ihren persönlichen Zielen ab.

Was ist der Unterschied zwischen Chiropraktiker und Chiropraktor?

„Chiropraktiker“ wird in Deutschland für sehr unterschiedliche Ausbildungswege verwendet. „Chiropraktor“ bezeichnet häufig Personen mit einem umfangreichen Hochschulstudium der Chiropraktik. Die Bezeichnung allein ersetzt jedoch nicht die deutsche Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde. Fragen Sie deshalb nach Hochschule, Abschluss und ärztlicher Approbation beziehungsweise Heilpraktikererlaubnis.

Ist Chiropraktiker in Deutschland eine geschützte Berufsbezeichnung?

Die entscheidende gesetzlich geregelte Berechtigung ist die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde. Wer nicht als Arzt approbiert ist, benötigt dafür grundsätzlich eine Heilpraktikererlaubnis. Da die Bezeichnungen rund um Chiropraktik allein den tatsächlichen Ausbildungsumfang nicht zuverlässig erkennen lassen, sollten Patienten konkrete Qualifikationen prüfen.

Was macht ein Chiropraktor beim ersten Termin?

Ein sorgfältiger Ersttermin beginnt mit einer ausführlichen Anamnese und körperlichen Untersuchung. Je nach Beschwerden werden Beweglichkeit, Kraft, Gefühl, Reflexe und belastungsabhängige Reaktionen geprüft. Erst danach wird besprochen, ob eine manuelle Behandlung sinnvoll ist, welche Alternativen bestehen und ob zuvor ärztliche Diagnostik erforderlich ist.

Für welche Beschwerden kann Chiropraktik infrage kommen?

Chiropraktische Verfahren werden vor allem bei ausgewählten Muskel-, Gelenk-, Rücken- und Nackenbeschwerden eingesetzt. Die Eignung hängt von der Ursache und dem individuellen Befund ab. Bei Erkrankungen, Verletzungen oder neurologischen Warnzeichen kann eine andere medizinische Behandlung vorrangig sein. Manuelle Therapie sollte häufig mit Bewegung und Selbstmanagement kombiniert werden.

Ist Chiropraktik gefährlich?

Vorübergehende Schmerzen, Steifigkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Schwindel können auftreten. Schwere Komplikationen sind selten, lassen sich aber nicht vollständig ausschließen. Besonders bei Techniken an der Halswirbelsäule sind sorgfältige Untersuchung, Nutzen-Risiko-Aufklärung und die Besprechung möglicher Alternativen wichtig. Nicht jede Person benötigt eine Manipulation.

Wann darf nicht chiropraktisch behandelt werden?

Eine Behandlung ist nicht angezeigt, wenn zunächst ein medizinischer Notfall oder eine ernsthafte Ursache abgeklärt werden muss. Dazu gehören beispielsweise neue Lähmungen, Blasen- oder Darmstörungen, Schlaganfallzeichen, Frakturverdacht, schwere Infektionen und bestimmte Instabilitäten. Weitere Gegenanzeigen hängen von Region, Technik, Erkrankungen und Medikamenten ab.

Wie oft ist eine chiropraktische Behandlung nötig?

Eine pauschale Anzahl gibt es nicht. Häufigkeit und Dauer sollten sich an Diagnose, Verlauf, messbaren Zielen und Ihrer Reaktion orientieren. Ein seriöser Plan wird regelmäßig überprüft und angepasst. Wenn keine erkennbare Verbesserung eintritt, sollten Diagnose und Vorgehen neu bewertet werden, statt eine Terminserie automatisch fortzusetzen.

Was kostet Chiropraktik in Braunschweig?

Die Kosten unterscheiden sich je nach Zeitaufwand und Leistungsumfang. Fragen Sie vor dem Ersttermin bei der Fachpraxis Beyer nach dem aktuellen Preis, möglichen Folgekosten und der Rechnungsstellung. Verbindliche Auskünfte zur Erstattung kann nur die jeweilige Krankenversicherung beziehungsweise Beihilfestelle geben.

Bezahlt die Krankenkasse Chiropraktik?

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen heilpraktische Behandlungen häufig nicht regulär; freiwillige Leistungen können je nach Kasse abweichen. Bei privaten Versicherungen und Beihilfe hängt die Erstattung vom persönlichen Tarif ab. Lassen Sie sich den Leistungsumfang möglichst vor dem Termin von Ihrer Versicherung bestätigen. Die Praxis kann keine Erstattung garantieren.

Brauche ich vor dem Termin ein Röntgenbild oder MRT?

Nein, nicht grundsätzlich. Bildgebung ist vor allem sinnvoll, wenn ein konkreter Verdacht besteht und das Ergebnis die Behandlung voraussichtlich verändert. Vorhandene Bilder oder Befundberichte können Sie mitbringen. Ob weitere Diagnostik benötigt wird, sollte anhand der Vorgeschichte und Untersuchung entschieden werden.

Was unterscheidet Chiropraktik und Osteopathie?

Beide Bereiche nutzen manuelle Verfahren. Chiropraktik konzentriert sich häufig besonders auf Gelenke, Wirbelsäule und das neuromuskuloskelettale System; osteopathische Ausbildungen können andere Schwerpunkte und Konzepte einbeziehen. Wichtiger als die Bezeichnung sind Ausbildung, Untersuchung, wissenschaftliche Einordnung, Aufklärung und die Eignung der Methode für den individuellen Befund.

Fazit: Chiropraktik in Braunschweig sinnvoll einordnen

Chiropraktik kann bei ausgewählten Beschwerden des Bewegungsapparats ein Bestandteil konservativer Behandlung sein. Entscheidend sind eine gründliche Untersuchung, realistische Erwartungen, transparente Aufklärung und die Verbindung mit aktiven Maßnahmen. Ebenso wichtig ist die Bereitschaft, bei Warnzeichen oder unklaren Befunden andere medizinische Fachrichtungen einzubeziehen.

Wenn Sie klären möchten, ob eine chiropraktische Untersuchung für Ihre Beschwerden infrage kommt, können Sie über die Kontaktseite der Fachpraxis Beyer einen Termin in Braunschweig anfragen.

Über Roberto Beyer

Roberto Beyer ist Heilpraktiker und absolvierte ein Vollzeitstudium zum Master of Chiropractic am damaligen Anglo-European College of Chiropractic (AECC) in Bournemouth, England. Zusätzlich erwarb er an der NUMSS in Spanien einen Abschluss in manueller Osteopathie; die verliehene Bezeichnung wird als D.O. (NUMSS, Spanien; kein Dr.-Titel) angegeben und nicht als deutscher akademischer Doktorgrad dargestellt. Er verfügt nach Angaben der Fachpraxis über 15 Jahre Berufserfahrung in Chiropraktik und Osteopathie und ist Dozent für Chiropraktik am Health Campus Braunschweig.

Quellen

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Er ersetzt keine persönliche Untersuchung, Diagnose oder ärztliche Behandlung.