Häufige Fragen
Klar gefragt. Ausführlich beantwortet.
Hier beantworten wir die Fragen, die uns in der Praxis am häufigsten gestellt werden. Ihre persönliche Situation besprechen wir gerne im Termin.
Allgemeine Fragen
Was ist Chiropraktik?
Chiropraktik ist eine manuelle Behandlungsmethode, die sich mit der Funktion von Gelenken, Wirbelsäule, Muskeln und dem Zusammenspiel von Bewegung und Nervensystem befasst. Nach einer Anamnese und Untersuchung können Mobilisationen oder kurze, kontrollierte Impulse eingesetzt werden. Ziel ist nicht, eine pauschale „Fehlstellung“ zu korrigieren, sondern eine konkrete funktionelle Einschränkung zu beurteilen und Beweglichkeit oder Belastbarkeit zu unterstützen. Chiropraktik ersetzt keine notwendige ärztliche Diagnostik und wird in unserer Braunschweiger Praxis nur eingesetzt, wenn die Untersuchung keine Gegenanzeichen ergibt.
Was ist der Unterschied zwischen Chiropraktor, Chiropraktiker und Chirotherapeut?
Die Bezeichnungen sind in Deutschland nicht einheitlich geschützt und sagen allein wenig über den Ausbildungsumfang aus. „Chirotherapie“ beziehungsweise „Manuelle Medizin“ ist eine ärztliche Zusatzbezeichnung. „Chiropraktiker“ wird für sehr unterschiedliche Fortbildungswege verwendet. Ein „Chiropraktor“ hat üblicherweise ein mehrjähriges Hochschulstudium der Chiropraktik abgeschlossen. Roberto Beyer und Wencke Sauerborn führen beide den akademischen Abschluss Master of Chiropractic und besitzen außerdem die Heilpraktikererlaubnis.
Wie unterscheiden sich Chiropraktik und Osteopathie?
Beide Verfahren arbeiten manuell, setzen jedoch unterschiedliche Schwerpunkte. Chiropraktik richtet den Blick besonders auf Gelenkfunktion, Wirbelsäule, Bewegungsmuster und kontrollierte Mobilisations- oder Impulstechniken. Osteopathische Untersuchung bezieht zusätzlich Muskeln, Faszien und weitere Gewebe in die funktionelle Betrachtung ein und nutzt häufig weichere, länger gehaltene Techniken. Sie müssen sich vorab nicht entscheiden: Erst Anamnese und Untersuchung zeigen, welche Herangehensweise geeignet ist und ob beide Ansätze sinnvoll kombiniert werden.
Was passiert beim ersten Termin?
Der Ersttermin beginnt mit einem ausführlichen Gespräch zu Beschwerden, Verlauf, bisherigen Diagnosen, Medikamenten, Belastungen und Zielen. Danach folgen je nach Situation funktionelle, chiropraktische, orthopädische und neurologische Untersuchungen. Anschließend erklären wir verständlich, was auffällig war, welche Behandlung möglich erscheint und wo Grenzen bestehen. Wenn keine Gegenanzeigen vorliegen, kann die erste Behandlung im selben Termin stattfinden.
Ist Chiropraktik sicher und welche Nebenwirkungen sind möglich?
Keine medizinische oder manuelle Behandlung ist vollständig risikofrei. Nach Mobilisationen oder chiropraktischen Impulsen können vorübergehend Muskelkatergefühl, lokale Empfindlichkeit, Steifigkeit, Müdigkeit oder Kopfschmerzen auftreten. Solche Reaktionen sind meist mild und klingen gewöhnlich wieder ab. Schwerwiegende Komplikationen sind selten, müssen aber in Aufklärung und Behandlungsentscheidung berücksichtigt werden – besonders bei Techniken an der Halswirbelsäule. Deshalb stehen Anamnese, Untersuchung und eine individuell angepasste Technik vor jeder Behandlung.
Knackt es bei jeder chiropraktischen Behandlung?
Nein. Ein hörbares Gelenkgeräusch ist weder Ziel noch Qualitätsmerkmal. Es kann durch eine Druckveränderung im Gelenk entstehen und bedeutet nicht, dass etwas „zurückspringt“. Chiropraktische Behandlung kann auch aus langsamen Mobilisationen, sanften Impulsen, Muskel- und Faszientechniken oder Übungen bestehen. Wenn Sie keine schnelle Impulstechnik wünschen, sprechen Sie dies an.
Brauche ich eine ärztliche Überweisung?
Nein, für einen Termin ist üblicherweise keine Überweisung notwendig, da beide Behandler über eine Heilpraktikererlaubnis verfügen. Eine vorherige ärztliche Untersuchung kann trotzdem wichtig sein, etwa nach Verletzungen, bei schweren Vorerkrankungen, unklarer Diagnose oder neurologischen Auffälligkeiten.
Wie viele Behandlungen sind nötig?
Das lässt sich ohne Untersuchung nicht seriös vorhersagen. Akute Beschwerden reagieren oft anders als lange bestehende oder wiederkehrende Probleme. Nach dem ersten Termin besprechen wir eine nachvollziehbare Empfehlung und überprüfen Wirkung und Ziele im Verlauf. Entwickeln sich die Beschwerden nicht wie erwartet, wird die Einschätzung angepasst und gegebenenfalls eine ärztliche Abklärung empfohlen.
Was kostet die Behandlung und übernimmt meine Krankenkasse etwas?
Die Fachpraxis Beyer ist eine Privatpraxis. Wir rechnen nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH) ab; eine Erstbehandlung kostet ca. 80–95 €, eine Folgebehandlung ca. 65–80 €. Private Krankenversicherungen, Beihilfe und Heilpraktiker-Zusatzversicherungen können Kosten abhängig vom individuellen Tarif erstatten, bestimmte gesetzliche Krankenkassen beteiligen sich anteilig. Erkundigen Sie sich am besten direkt in unserer Praxis – wir informieren Sie über die Kosten und die üblichen Möglichkeiten der Kostenerstattung. Die verbindliche Entscheidung über die Erstattung trifft Ihre Versicherung beziehungsweise Beihilfestelle.
Chiropraktik
Was macht ein Chiropraktor bei Rückenschmerzen?
Zunächst wird nicht einfach am schmerzenden Bereich behandelt. Anamnese und Untersuchung sollen klären, wie sich Wirbelsäule, Becken, Hüften und weitere Gelenke bewegen, welche Belastungen eine Rolle spielen und ob neurologische oder andere Warnzeichen vorliegen. Je nach Befund können Mobilisationen, kontrollierte chiropraktische Impulse, Weichteiltechniken sowie Hinweise zu Bewegung und Belastungssteuerung eingesetzt werden – nicht das pauschale „Einrenken“ einer vermeintlich verschobenen Wirbelsäule.
Ist Chiropraktik an der Halswirbelsäule sicher?
Keine manuelle Behandlung ist vollständig risikofrei. Vor einer Behandlung an der Halswirbelsäule sind eine sorgfältige Vorgeschichte, die Prüfung möglicher Risikofaktoren, eine klinische Untersuchung und verständliche Aufklärung besonders wichtig. Vorübergehende Empfindlichkeit, Steifigkeit oder Kopfschmerz sind möglich; schwerwiegende Komplikationen sind selten, müssen aber berücksichtigt werden. Eine schnelle Impulstechnik ist nicht automatisch erforderlich.
Kann Chiropraktik bei einem Bandscheibenvorfall eingesetzt werden?
Ein Bandscheibenvorfall im MRT ist allein weder eine automatische Behandlungsindikation noch ein vollständiges Behandlungsverbot. Entscheidend sind aktuelle Symptome, neurologischer Befund, Verlauf und mögliche Warnzeichen. Bei zunehmender Schwäche, Taubheit im Sitzbereich oder Problemen mit Blase oder Darm ist dringende medizinische Abklärung erforderlich. Lässt der Befund eine manuelle Behandlung zu, wird die Technik an die Situation angepasst.
Osteopathie
Was ist Osteopathie?
Osteopathie ist ein manueller Ansatz, bei dem Beweglichkeit, Spannung und das Zusammenspiel verschiedener Körperregionen untersucht werden. Je nach Befund können Gelenke, Muskeln, Faszien und weitere Gewebe in die funktionelle Betrachtung einbezogen werden. Behandelt wird mit den Händen und in unterschiedlicher Intensität – von sanften, gehaltenen Kontakten bis zu Mobilisationen. Eine osteopathische Erklärung darf notwendige medizinische Diagnostik nicht ersetzen.
Ist Osteopathie immer sanft?
Osteopathie umfasst sehr unterschiedliche manuelle Techniken. Viele arbeiten mit langsamem Druck, Zug oder gehaltenen Kontakten; andere ähneln Mobilisationen. „Sanft“ bedeutet nicht automatisch passend oder risikofrei. Entscheidend ist, dass die Technik zum Befund, zu Vorerkrankungen, Alter und Belastbarkeit passt und vorher verständlich besprochen wird.
Kann ich vorhandene Befunde oder MRT-Bilder mitbringen?
Ja. Relevante Arztberichte, Befunde und Bildgebung können besonders nach Operationen oder Unfällen, bei bekannten Erkrankungen und bei länger bestehenden Beschwerden hilfreich sein. Neue Bildgebung ist jedoch nicht pauschal vor jeder Behandlung erforderlich. Bitte bringen Sie außerdem eine aktuelle Medikamentenliste mit, wenn Sie regelmäßig Arzneimittel einnehmen.
Beteiligt sich meine Krankenkasse an den Kosten für Osteopathie?
Die Fachpraxis Beyer ist eine Privatpraxis. Wir rechnen nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH) ab; eine Erstbehandlung kostet ca. 80–95 €, eine Folgebehandlung ca. 65–80 €. Private Krankenversicherungen, Beihilfe und Heilpraktiker-Zusatzversicherungen können Kosten abhängig vom individuellen Tarif erstatten, bestimmte gesetzliche Krankenkassen beteiligen sich anteilig. Erkundigen Sie sich am besten direkt in unserer Praxis – wir informieren Sie über die Kosten und die üblichen Möglichkeiten der Kostenerstattung. Die verbindliche Entscheidung über die Erstattung trifft Ihre Versicherung beziehungsweise Beihilfestelle.
Schwangerschaft, Babys & Kinder
Ab welchem Alter kann ein Baby chiropraktisch untersucht werden?
Eine behutsame, altersgerechte Untersuchung ist grundsätzlich bereits bei Säuglingen möglich. Vorher sollten die kinderärztlichen Vorsorgeuntersuchungen wahrgenommen und akute Erkrankungen ausgeschlossen sein. Bei Säuglingen werden ausschließlich sehr sanfte, niedrig dosierte Techniken eingesetzt; Wirbelsäulenmanipulationen mit schnellen Impulsen werden bei Säuglingen nicht angewendet.
Ist Chiropraktik in der Schwangerschaft möglich?
Bei Rücken-, Becken- oder Rippenbeschwerden in der Schwangerschaft kann eine chiropraktische Untersuchung erwogen werden. Lagerung, Technik und Dosierung werden an Schwangerschaftswoche und Befund angepasst; schnelle Impulse sind nicht erforderlich. Dass sich durch Chiropraktik (etwa die Webster-Technik) die kindliche Geburtslage verändern lässt, ist wissenschaftlich nicht ausreichend belegt.
Hilft Chiropraktik bei einem Schreibaby oder bei Koliken?
Schreien, Blähungen und wechselnder Schlaf gehören in den ersten Lebensmonaten häufig zur normalen Entwicklung und haben viele mögliche Ursachen. Ein Wirksamkeitsnachweis für Chiropraktik bei Koliken liegt nicht vor, und eine manuelle Behandlung kann keine Heilung versprechen. Eine Untersuchung kann höchstens ergänzend prüfen, ob Beweglichkeit oder muskuläre Spannung auffällig sind. Trinkschwäche, Erbrechen, Fieber, auffällige Müdigkeit oder mangelnde Gewichtszunahme gehören sofort in kinderärztliche Hände.
Was ist mit KISS-Syndrom oder Schädelasymmetrie?
Eine deutliche Lieblingsseite oder eine Abflachung des Hinterkopfs sollte zunächst kinderärztlich beurteilt werden. Ergänzend kann untersucht werden, ob Beweglichkeit und muskuläre Spannung im Bereich von Kopf, Nacken und Rumpf auffällig sind. Der teils verwendete Begriff KISS-Syndrom ist keine einheitlich anerkannte Diagnose. Wir ordnen Befunde deshalb nüchtern ein.
Was sollte ich zum Termin mit meinem Baby mitbringen?
Bitte bringen Sie das gelbe Kinderuntersuchungsheft, vorhandene Arztberichte sowie Informationen zu Schwangerschaft und Geburt mit. Hilfreich sind außerdem eine Windel zum Wechseln, etwas zu trinken für Ihr Kind und eine Decke oder ein vertrautes Spielzeug. Planen Sie ausreichend Zeit ein, damit Pausen zum Stillen, Füttern oder Beruhigen ohne Zeitdruck möglich sind.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für Kinderchiropraktik?
Die Fachpraxis Beyer ist eine Privatpraxis. Wir rechnen nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH) ab; eine Erstbehandlung kostet ca. 80–95 €, eine Folgebehandlung ca. 65–80 €. Private Krankenversicherungen, Beihilfe und Heilpraktiker-Zusatzversicherungen können Kosten abhängig vom individuellen Tarif erstatten, bestimmte gesetzliche Krankenkassen beteiligen sich anteilig. Erkundigen Sie sich am besten direkt in unserer Praxis – wir informieren Sie über die Kosten und die üblichen Möglichkeiten der Kostenerstattung. Die verbindliche Entscheidung über die Erstattung trifft Ihre Versicherung beziehungsweise Beihilfestelle.
Zum ersten Mal bei uns?
Lassen Sie uns Ihre Beschwerden gemeinsam einordnen.
Termine vereinbaren Sie am einfachsten telefonisch. Sie müssen sich vorab nicht für eine Methode entscheiden – wir wählen das Vorgehen nach Gespräch und Untersuchung.